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Monday, October 13, 2014

Warum starren die Jungen eigentlich immer auf ihr Handy?



Die Antwort auf diese Frage ist mir heute  Morgen zugeflogen, und hat mich inspiriert mal etwas ganz anderes zu schreiben;  


„Ein Handy, vor allem eines mit Internetzugang, schafft ständig neue Reize. Ununterbrochen passiert irgendwo irgend etwas – und darum kann man sich auch locker während einer 40-minütigen Zugfahrt ins Handy vertiefen, vor allem, weil ja auch die Musik direkt aus diesem (mehr oder weniger) kleinen Wundergerät kommt.“  ( sagt uns eine Meret Steiger von 3+)

AHA!! Was man nicht alles lernen kann wenn man die richtigen Medien nutzt. Okay, ich gebe zu so ganz was anderes ist das jetzt auch wieder nicht, und ganz ehrlich gesagt, so richtig interessieren tut mich das ja auch wieder nicht, obwohl...




 ..irgendwie  habe ich schon auch  Mitleid mit all den Jungen die sich eine 40 Minuten Zugfahrt antun müssen, während sie ein nicht geladenes Handy dabei haben. Denen dürfte es ungefähr so gehen wie mir in meiner letzten Zugfahrt, welche sogar 50 Minuten gedauert hat, und in welcher ich A: nur mein Nokia 4310 mit schwarz/weiss  Display dabei hatte ( habe nur das ) , und B: unter meinem Sitzplatz auf die „meistgelesene Zeitung der Schweiz“ * gestossen bin. Die lag da so achtlos hingeworfen, was einem Hobby Psychologen wie mir ja eigentlich schon  fast alles sagt. Nichts desto trotz machte ich mich an die Lektüre um zu erfahren was der „gemeine Schweizer“ so für Informationen füttert, wenn er grad nicht am googeln ist. Apropos „Googeln“. Das war der zweite Satz heute den ich verinnerlicht habe, und der kam aus dem Radio; 
„…und mein Moderator Kollege  hat „es“ mal nicht gegoogelt, sondern es sich vor Ort angesehen…“! 
WOW, da bleibt einem die Spucke weg. Was es doch noch für Wagemutige Menschen gibt in diesem Land! Dass „was“ lasse ich mal  weg, währe eher peinlich, was es im übrigen auch über die Lektüre die ich angesprochen habe, zu sagen gilt. Der Titel der *20 Minuten lautete; „HANDY-LÄRM verstärkt den Stress der Pendler“. Überhaupt strotzte dieses Blatt nur so von „NEWS“ die einem das Blut in den Adern gefrieren lies; „ Thailand will Touristen mit Bändeli markieren“, und „Gefährlichstes Trottoir der Stadt: Anwohner wehren sich“ , oder „Das erwartet Frauen auf Tinder oder Lovoo“ ! Und so ging es weiter: „ Studenten verschmähen Villa-weil sie in der Agglo steht“ oder „Auch Metzger gehen vegetarisch essen“ und zu guter letzt noch „Piloten fliegen auf Flight Attendants“ um nur mal die fetten Titel zu nennen. Mit einigem suchen fand sich klein auch noch; „Wie lange lässt Peking die Demos zu“ !
Tja… irgendwie hab ich da keine Worte führ, und langsam beginne ich die Menschen hier zu verstehen. Dann vielleicht doch lieber 40 Minuten auf dem " Wundergerät" die Spiele Welt entdecken, als sich mit der Welt da draußen, inklusive der Mitreisenden-abgeben. So sitze ich in der pünktlich auf die Sekunde abgefahrenen S8, im reichsten Land der Welt, rund um mich herum Menschen deren einzige Sorge die Erhöhung der “Flatrate“ vom Handy Abo ist, und die Welt da draussen ist nur gemein.

Kein Wunder haben die Schweizer das Lachen verlernt, oder benötigen eine App die Ihnen den passenden Zeitpunkt dafür erst nennen muss.  Und irgendwie komme ich in solchen Momenten immer wieder auf eine meiner Lieblings Fragen zurück: „ Was ist eigentlich der  Sinn des Lebens?“ 


Thursday, October 02, 2014

Schließlich ist die Erde eine Scheibe

.... als ich dieses Plakat zum ersten mal gesehen habe, gab es mir MUT!


Wir Schweizer sind schließlich Individuen! Wir lassen uns nicht  so einfach mal schnell in einen Einheitstopf schmeißen in welchem wir aussehen würden, wie alle anderen. Nein, wir nicht! Wir sind einzigartig, unverwechselbar, und vor-allem bestimmen wir selber was geht und was nicht. 
Als ich dieses Plakat gesehen habe, vergaß ich sogleich all die schwarz/weis/grau Uniformierten  Gestalten denen ich auf der Strasse jeweils begegne, in ihren schwarz/weis/grauen Autos,mit ihren schwarz/weis/grauen Smartphones und ihren schwarz/wei..... 
Hier tut sich was dachte ich mir, hier regt sich Widerstand. Die Menschen haben doch noch erkannt wohin das führt und lassen sich nicht mehr länger an der Nase herumführen und verführen. Sie wollen die Sache jetzt mal selber anführen.  Dass ist gut so. Schluss mit diesem Einheitsbrei wo das einzelne Individuum nur als Kunde und  Arbeit's- Nummer angesehen wird. Das ganze hat ja eh stark nach Kommunismus gerochen!*    

(*die Initiative )  







 Ja diese 8 Millionen Schweizer, die sich "so sehr " vom Rest der Menschheit     ( lediglich 7198 Millionen ) unterscheiden, können sich mit den echten Fragen des Lebens beschäftigen. Dass 10% der Erdbevölkerung keinen Zugang zu Trinkwasser hat, und wir unser Klo damit spülen, geht uns genauso am Arsch vorbei,  wie das ein Großteil der Menschheit gar keine Krankenversicherung hat, während wir darüber diskutieren ob die Plastikkarte der Swica farblich besser in unsrer Portemonnaie passt, oder jenes der Visana.  Wir melden uns erst richtig zu Wort wenn die denken sie könnten bei uns Asyl ersuchen, oder sich erlauben nicht mehr in die Gruben steigen zu wollen, um uns die "seltenen Erden"  für unsere Smartphones rauszuholen. 
Solidarität im eigenen Land ist ja schon was für "Weicheier", und für andere Nationalitäten kommt das ja gar nicht in die Tüte. Wir Schweizer haben uns das hier schließlich alles selber erschaffen, wussten schon 1291 wo der "Bartli den Moscht hohlt" und lassen uns von niemandem was vorschreiben. 





Schließlich ist die Erde eine Scheibe, und wir sind der Mittelpunkt davon!